At Berkeley

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At Berkeley (USA 2013)
R: Frederick Wiseman; 244 Min; DCP; OV
Deutschland-Premiere

AT BERKELEY porträtiert die gleichnamige kalifornische Universität, die im Ranking der US-amerikanischen Eliteuniversitäten weit vorne liegt, obwohl sie keine Privatuni ist und einem sozialdemokratischen Ethos folgt: Wer die entsprechende Intelligenz mitbringt, der- oder diejenige soll unabhängig von Herkunft und Einkommen der Eltern Zugang zu Bildung haben. (…) AT BERKELEY dauert vier Stunden und ist in keiner Sekunde langweilig. Der Film fordert heraus, so wie es das Seminar über Supernovae und dunkle Energie tut, und er vergnügt, so wie es die Tai-Chi-Bewegungen eines Roboters im Labor tun. Und er hat wunderbar subtile Momente der Selbstreflexion, etwa in der Sequenz, in der die Studierenden mit Thoreaus „Walden“ lernen, was für ungeahnte Perspektiven es schafft, sich einen Teich aus der Nähe anzuschauen. (Cristina Nord)

The University of California at Berkeley, the oldest and most prestigious member of a ten campus public education system, is also one of the finest research and teaching facilities in the world. The film, AT BERKELEY, shows the major aspects of university life, its intellectual and social mission, its obligation to the state and to larger ideas of higher education, as well as illustrates how decisions are made and implemented by the administration in collaboration with its various constituencies.

SO 5.1. 18:00; MI 15.1. 19:15

All Is Lost

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All Is Lost (USA 2013)
R: J.C Chandor; D: Robert Redford; 100 Min; DCP; OV
Berlin-Premiere
Mitten auf dem Indischen Ozean: Ein Mann wird jäh aus dem Schlaf gerissen, als seine Segelyacht einen im offenen Meer treibenden Schiffscontainer rammt. Als danach auch noch sein Navigations-und sein Funkgerät ausfallen, treibt er ahnungslos in einen gewaltigen Sturm. Der Mann schafft es, das Leck in seinem Boot notdürftig zu flicken. Gerade so überlebt er das Untwetter. Nur noch mit einem Sextanten und Seekarten ausgerüstet, muss er darauf bauen, von der Strömung in eine der großen Schiffahrtsstrecken getrieben zu werden, wo er vielleicht auf ein passierendes Schiff treffen kann. Aber unter der unerbittlichen Sonne, umkreist von Haien und mit schwindenden Vorräten, sieht sich der sonst so einfallsreiche Seefahrer schon bald Auge in Auge mit seiner eigenen Sterblichkeit…

J.C. Chandor’s flashy directorial debut MARGIN CALL (2011) contained a complicated plot involving financial turmoil, an ensemble of name actors and numerous locations. His followup, ALL IS LOST, takes place at the complete opposite end of the production scale: Robert Redford spends its entire duration fighting for his life while lost at sea, hardly speaking at all, and barely given much definition. While simplistic to describe, however, the movie is an impressively realized work of minimalist storytelling that foregrounds Redford’s physicality more than any other role in his celebrated career. His performance defines the movie to an almost shockingly experimental degree. (Eric Kohn)

MO 6.1. 19:30

The Immigrant

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The Immigrant (USA/F 2013)
R: James Gray; D: Joaquin Phoenix, Marion Cotillard, Jeremy Renner; 113 min; DCP; OV
Berlin-Premiere
Nachdem die junge Polin Ewa 1921 bei ihrer Ankunft in Amerika auf Ellis Island, New York, von ihrer Schwester getrennt wird, bietet ihr der Amerikaner Bruno seine Hilfe an. Erst viel später, als er sie zur Prostitution zwingt, erkennt sie seine wahren Beweggründe. Als sie bereits alle Hoffnung auf ein besseres Leben aufgegeben hat, begegnet sie Brunos Cousin Orlando, der ihr neuen Mut gibt. Doch Bruno kann das Glück der beiden nicht verwinden und begegnet ihnen voller Eifersucht und Rachegelüste. Ein düsteres Drama um Liebe, Hoffnung und Verzweiflung in den engen, dunklen, von Kriminalität geprägten Gassen New Yorks zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
„THE IMMIGRANT versucht nicht eine strikte Dramatisierung von historischen Aufzeichnen oder ein Porträt eines Kampfes um die Jahrhundertwende zu sein. Vielmehr ein sorgfältig geätztes Melodrama von einer sich unterwerfenden Frau, das eindringlich Geschichte als Hintergrund verwendet.“ (Michael Koresky)

Young Polish immigrant Ewa, after being separated from her sister at Ellis Island, finds herself caught in a dangerous battle of wills with a shady burlesque manager in James Gray’s richly detailed period tragedy. Working with the great cinematographer Darius Khondji, Gray imagines 1920s Manhattan as a dusty, sepia-toned dreamworld, sometimes faintly luminous but often dejectedly burnt-out. The same could be said of the film’s heroes: after a charismatic magician starts to compete for Ewa’s affections, THE IMMIGRANT builds steadily to its devastating climax. A lovingly wrought portrait of Prohibition-era New York, the film is also a morally ambiguous, open-ended reflection on family loyalty, urban disillusionment, and the unpredictable twists and turns of human motivation. THE IMMIGRANT, based on the stories and experiences told to the director by his grandparents, is perhaps one of the last of its kind—a personal epic. (New York Film Festival)

MI 1.1. 19:30; MI 15.1. 20:45